Das Theater St.Gallen ist das einzige Dreispartenhaus in der Ostschweiz. Über 400 Mal hebt sich jährlich der Vorhang in dem Paillard-Bau im Museumsviertel. In der Lokremise, der zweiten Spielstätte des Theaters, bieten Schauspiel-, Tanz- und Opernproduktionen einen ungewöhnlichen Spielort und eine spezielle Atmosphäre.

Für die Spielzeit 2016/17 freut sich das Theater St.Gallen, die Uraufführung einer Oper nach Alain Claude Sulzers Novelle Annas Maske ankündigen zu können. Der Schweizer Erfolgsautor hat selbst das Libretto geschrieben. Die Musik komponiert der gebürtige St. Galler David Philip Hefti, der unter anderem Förderpreisträger des Ernst von Siemens Musikpreis 2013 ist und kürzlich erst mit dem Hindemith-Musikpreis 2015 ausgezeichnet wurde.

Die Idee zu diesem Auftrag entspringt auch dem Glauben an die Gültigkeit von spannend und innovativ erzählten Geschichten, deren Figuren neben ihren performativen Qualitäten auch ein hohes Identifikationspotential beinhalten. Die Möglichkeiten der Gattung Literaturoper scheinen da bei weitem noch nicht ausgeschöpft. Gerade die Umsetzung von Alain Claude Sulzers multiperspektivischem, halbdokumentarischem Thriller nach einem authentischen historischen Fall rund um die ehemalige Schweizer Starsängerin Anna Sutter ist da eine besonders interessante Herausforderung, die Gelegenheit für ganz neue spannende Erzählansätze in Text, Szene und Partitur bietet.

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