Stuttgart – Marbach – Ludwigsburg

Im Januar begab sich Dramaturgin Deborah Maier in Stuttgart, der Wirkungsstätte der Protagonistin Anna Sutter, auf Spurensuche. Ein Reisebericht.

Sonntag, 15. Januar 2017
Anreise nach Stuttgart


Montag, 16. Januar 2017
14 Uhr: Marbach, Literaturarchiv
Termin mit Kunsthistorikerin Dr. Sabine Fischer zur Sichtung der Totenmaske von Anna Sutter

Abgenommen wurde die Maske am 1. Juli 1910 von Walter Weitbrecht im Auftrag von Anna Sutters Schwester Mathilde. Am 25. Juli 1910 hat man die Maske im Stuttgarter Kunstsalon Widensohler in der Königstrasse 21 ausgestellt und für Fans zur Herstellung von Repliken öffentlich zugänglich gemacht. Das Marbacher Exemplar ist allerdings das derzeit einzig bekannte.

Gespräch und Hintergrundinformationen über den Prozess der Herstellung und Abnahme von Totenmasken. Das Foto der Totenmaske wird auch in der Inszenierung der Oper Annas Maske von Mirella Weingarten eine Rolle spielen.


Dienstag, 17. Januar 2017
9:30 Uhr: Stuttgart, Landesarchiv Baden-Württemberg in der Konrad-Adenauer-Strasse 4
Sichtung von Zeitungsausschnitten und Fotomaterial, die die Karriere Anna Sutters an der Stuttgarter Oper dokumentieren (die sich nur 600 m entfernt befindet)

12 Uhr: Teepause mit Blick auf die Stuttgarter Oper

Zwischen Opern- und Schauspielhaus steht der sogenannte Schicksalsbrunnen, der 1914
von Bildhauer Karl Donndorf zum Gedenken an Anna Sutter errichtet wurde und ursprünglich am Künstlereingang der Oper stand, bis man ihn 1963 in den Park versetzte. Die Schicksalsgöttin in der Mitte des Brunnens hält das wechselhafte Schicksal, das Menschen auf der Bühne und im realen Leben ereilt, in ihren Händen. Der Brunnen trägt folgende Inschrift: «Aus des Schicksals dunkler Quelle rinnt das wechselvolle Los. Heute stehst du fest und gross, morgen wankst du auf der Welle.»

14 Uhr: Ludwigsburg, Landesarchiv Baden-Württemberg am Arsenalplatz 3
Sichtung der Kriminalakten im Mordfall Anna Sutter sowie der Nachlassdokumente von Aloys Obrist und Anna Sutter

18 Uhr: Stuttgart, Pragfriedhof Spaziergang zu Anna Sutters Grab, das bis 1960 täglich mit frischen Blumen geschmückt wurde Der Verehrer ist unbekannt. Wahrscheinlich handelt es sich aber um Anna Sutters Kollegen und Liebhaber Albin Swoboda, der zum Zeitpunkt des Mordes an Anna Sutter durch Aloys Obrist ebenfalls in der Wohnung – womöglich sogar im selben Zimmer – gewesen sein soll, die Tat aber nicht verhindern konnte.


Mittwoch, 18. Januar 2017
Rückreise nach St.Gallen

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